Grundzüge des Beschusswesens

Ein Beschuss im Sinne des Beschussgesetzes ist die vorgeschriebene Einzel- bzw. Typprüfung (allg. Typprüfung bei seriengefertigten Schusswaffen, sonst oder nach Antrag Einzelprüfung) von Schusswaffen. Jede einzelne, diesem Beschuss unterliegende Schusswaffe wird zunächst daraufhin untersucht, ob sie den gesetzlichen Vorschriften entspricht, d.h. insbesondere der Lauf- und Lagermaße, der Verschlusseinrichtung, der Sicherung, etc.

Anschließend werden aus dieser Waffe ein oder mehrere Schüsse mit spezieller Beschussmunition, welche einen wesentlich höheren Gasdruck entwickelt als die gesetzlich zugelassene Gebrauchsmunition, abgegeben.

Wenn die Waffe diese beiden Prüfungen bestanden hat, erhält sie zum Zeichen dessen die entsprechenden Beschusszeichen.

Die Beschussprüfung umfasst also Maßhaltigkeit, Handhabungssicherheit, Funktionssicherheit, Haltbarkeit und die Kennzeichnung.

Beim Beschuss geht es nicht um Schusspräzision, sonder es handelt sich um eine reine Sicherheitsüberprüfung.

Eine Waffe, die nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften oder nach den internationalen Übereinkommen auf Sicherheit geprüft und zum Schießen zugelassen ist, trägt, je nach Art der Waffe bzw. der Munition, die vorgeschriebenen Prüf- bzw. Beschusszeichen. Diese sind auf den ersten Blick nicht immer sichtbar, das die an verschiedenen Teilen der Waffe angebracht sein können.

Dies kann unter Umständen einen gewissen Aufwand erfordern. Vor dem Schießen sollt jedoch eine unbekannte Waffe auf die vorgeschriebenen Beschusszeichen hin überprüft werden, denn das Waffengesetz erlaubt ein Schießen nur mit solchen geprüften Waffen. Aus Sicherheitsgründen sollte man sich im Interesse der eigenen Sicherheit daran halten.

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ska/content/beschuss/basics.txt · Zuletzt geändert: 2016/11/08 15:40 von Christian Michael
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